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Steuern / Einkommensteuer 
Montag, 17.06.2019

Kindergeld: Spitzensport ist keine Ausbildung

Wenn sich ein Kind hauptsächlich dem Spitzensport verschreibt, erhält es kein Kindergeld mehr. Auch wenn weiterhin ein Ausbildungsverhältnis fortbesteht und es an drei Tagen in der Dienststelle ausgebildet wird. Das hat das Finanzgericht München entschieden (Az. 10 K 135/19).

Als Angehörige der Spitzensportförderung der Bayerischen Polizei hatte die Auszubildende hauptsächlich an Training und Wettkämpfen teilgenommen. Dies habe aber keinen Ausbildungscharakter, da die damit erworbenen Kenntnisse keinen konkreten Bezug zu dem angestrebten Beruf aufweisen und weder Ausbildungsinhalt noch Ausbildungsziel vorgegeben werden, so die Richter des Finanzgerichts.

Nur drei Präsenztage in acht Monaten seien als Ausbildungsmaßnahme von untergeordneter Bedeutung. Zwar handele es sich um eine vorübergehende Unterbrechung der Ausbildung, ein Kindergeldanspruch bestehe aber auch deshalb nicht, weil die Freistellung auf einem eigenen Entschluss des Kindes beruhte.

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Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.